Mit großer Mehrheit haben die Bürger des Südtiroler Dorfes Mals beschlossen, Pestizide aus ihrer Gemeinde zu verbannen. Doch die Landesregierung in Bozen will lokale Pestizidverbote verhindern.

Deshalb startete das Umweltinstitut München jüngst eine E-Mail-Aktion zur Unterstützung der „Pestizid-Rebellen“ von Mals. Mehr als 16.000 Menschen haben sich bereits an den Südtiroler Landeshauptmann Arno Kompatscher gewendet. Sie fordern, das Pestizidverbot in Mals nicht länger zu torpedieren. Dies hat in Südtirol für viel Wirbel gesorgt: Die Presse berichtete umfangreich über die E-Mail-Flut für den Landeshauptmann.

In einer Antwort an die Teilnehmer der Aktion behauptete Kompatscher, dass kommunale Pestizidverbote von Anfang an nicht möglich waren. Tatsächlich jedoch hat die Landesregierung den Gemeinden erst nach dem Bürgerentscheid in Mals per Gesetz die Zuständigkeit entzogen.

Eine ähnliche Reaktion gab es, als vor 15 Jahren die ersten Gemeinden in Bayern Beschlüsse gegen Gentechnik auf den Feldern fassten. Damals versuchte die Staatsregierung ebenfalls, das zu unterbinden. Heute verteilt das bayerische Umweltministerium Auszeichnungen an gentechnikfreie Regionen. Und ganz Europa ist fast frei von Gentechnikanbau.

Fordere jetzt den Südtiroler Landeshauptmann auf, das Malser Pestizidverbot zu unterstützen und zum Vorbild für ganz Südtirol zu machen.

Mehr Informationen auf www.umweltinstitut.org/mitmach-aktionen/unterstuetzt-die-pestizid-rebellen.html

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