Auf dem Internetautotool des Technology Center in Holland steht zu lesen, dass es weltweit 18.000 Autotypen gibt. Oder: In der Schweiz und auch in Deutschland wird ein Drittel der Nahrungsmittel zerstört. Die Hälfte dieses Drittels wird in den privaten Haushalten vernichtet. Oder: In den USA werden „80 Prozent aller Produkte nach einmaligem Gebrauch weggeworfen und 99 Prozent der in den Produkten enthaltenen Stoffe innerhalb von sechs Wochen nach dem Verkauf zu Abfall“. Oder: Die reichen 20 Prozent der Erdbevölkerung verbrauchen 80 Prozent der natürlichen Ressourcen.

All diese Schadensmeldungen weisen darauf hin, dass wir, die Reichen, im Überfluss leben und dass dieser Überfluss Ausdruck einer klaffenden Konsumungerechtigkeit ist. Dahinter steht das ökonomische Wachstum, das in unseren Regionen nach langen exponentiellen Raten ziemlich geschrumpft ist. Aber als Ideologie ist es stärker denn je. Es gibt ja einiges zu verteidigen. Diese Ideologie wird den Konsumierenden täglich eingepaukt. Es heißt dann, dass das Wachstum die Grundlage unseres Wohlstandes sei.

Neben all dem Angenehmen, Verführerischen und Wohlfühlbaren, das der Konsum vermitteln kann, sind aber auch dessen schädliche Auswirkungen in die Betrachtung einzubeziehen. Die Klimaproblematik ist inzwischen bei allen Leuten angekommen. Anfang November 2015 wurden in den Alpen Temperaturen bis zu 24 Grad Celsius gemessen. Die Bemühungen, gegen die Klimaerwärmung anzugehen, sind unerlässlich und verdienstvoll. Allerdings ist anzumerken: Wenn man fast ausschließlich nur die Klimaproblematik bearbeitet, fallen viele weitere ökologische Schäden unter den Tisch. Hinter dem Überflusskonsum und der ihm vorausgesetzten Ausbeutung menschlicher und natürlicher Ressourcen liegen eine Menge zusätzlicher Problemfelder. Sie werden mit dem Begriff der „planetarischen Grenzen“ überschrieben. Vorgestellt wurden sie 2009 von Johan Rockström und 28 weiteren Natur- und Umweltwissenschaftlern. Bernd Sommer und Harald Welzer überliefern sie folgendermaßen, nämlich „dass in neun Bereichen des Erdsystems, die während der vergangenen 10.000 Jahre weitgehend stabil geblieben seien und die für die Befriedigung vitaler Grundbedürfnisse der Menschheit von zentraler Bedeutung waren, kritische Veränderungen zu beobachten sind: Dazu zählen neben dem Klimawandel die Versauerung der Meere, der Abbau der Ozonschicht, Veränderungen des Stickstoff- und Phosphorzyklus, chemische Verschmutzungen und der globale Frischwasserverbrauch. In dreien dieser Bereiche – Biodiversität, Klimawandel und beim Stickstoffzyklus – sind die Grenzen, die eine gefährliche Schädigung der natürlichen Lebensgrundlagen der Menschheit ausschliessen, bereits überschritten.“

Nach der Besichtigung solcher Phänomene und Effekte des Überflusses drängt sich der Gedanke des Verzichts auf. Verzicht bedeutet zunächst, sich von bestimmten Handlungen zu enthalten; dazu braucht es einen bewussten Entscheid und eine Begründung dafür. Im Unterschied dazu gibt es auch Zwangsverzichte; es sind solche Verzichte, die man ungewollt, in Unterordnung unter einen persönlichen Befehl oder unter gesellschaftliche Zwangsverhältnisse, leistet. Angesichts der kritischen ökologischen Lage des ganzen Planeten sollten wir uns mit solchen Verzichten im gesellschaftlichen Rahmen auseinandersetzen und Position dazu beziehen. Denn wir müssen die Lebensbedingungen der Menschen und der Natur – wohlgemerkt: vor den Menschen – schützen. Konkret bedeutet das die Rücknahme des Konsums überflüssiger Waren, den Rückbau der Überproduktion von Konsumwaren, die Rückführung der übermäßigen Inanspruchnahme von Ressourcen. Innerhalb der kapitalistischen Wachstumslogik lassen sich solche Rückbauziele nicht konsistent verfolgen.

Neue Technologien, neue Geschäftsfelder

Die Effizienzstrategie hat den Anspruch, die globalen Probleme, welche den ganzen Planeten bedrängen, mittels „Effizienz“ lösen zu können. Effizienz meint ursprünglich und vereinfacht gesagt, dass man bei gegebenem Aufwand den Ertrag zu steigern oder umgekehrt den zu erreichenden Ertrag mit verringertem Aufwand zu erreichen vermag. Die beiden Wege können sich in der Praxis auch kreuzen. Mittel zur Erreichung von Effizienz sind Innovationen im Bereich der Technik und neue Organisationsstrukturen im Bereich der Arbeitenden. Angesichts der heute bestehenden Ressourcenprobleme wird Effizienz lautstark propagiert, und die Wirtschaft zeigt sich innovativ in der Erfindung noch effizienterer Produktionsmittel und -verfahren. Als Propaganda erweist sich die Effizienzstrategie dort, wo sie unterschlägt, dass auch für die effizienzgeleitete Produktion die Ressourcen endlich sind, dass sich also auch auf der Kapitalseite die Frage des Verzichts, der Einschränkung oder Schrumpfung stellt. Die Profite müssen und werden sinken. Etwas plump ausgedrückt: Wenn die Ressourcen aufgebraucht sind, hilft auch Effizienz nicht mehr weiter.

Zwar kann man mit Effizienz sowohl menschliche wie auch natürliche Ressourcen schonender einsetzen – immer vorausgesetzt, dass es davon noch genug hat. Dabei ist jedoch zu beobachten, dass Effizienz zu einer Breitbandstrategie geraten ist. Man bekommt zu hören oder zu lesen, dass mit ihr (fast) alle Probleme zu lösen seien, dass dies unter Einhaltung von Nachhaltigkeitszielen geschehe, dass somit ökologische Nachhaltigkeit und ökonomisches Wachstum entkoppelt und dass unser Wohlstand erhalten oder gemehrt werden könne. Insofern sei Verzicht auf den heutigen Wohlstand in den reichen Ländern nicht erforderlich. Doch dahinter verstecken sich Probleme, die ich hier beleuchten will.

Gefangen im Hamsterrad

Erstens: Die Effizienzstrategie, wie sie im real existierenden Kapitalismus besteht, bleibt im Dogma des Wachstums befangen. Diejenigen, welche die Effizienzstrategie verfolgen, tun dies in erster Linie zum Einsatz und zum Anwachsen ihres Kapitals. Erst in zweiter Linie produzieren sie Dinge, welche den Menschen das Leben erleichtern und die ökologischen Probleme lösen helfen sollen. Damit erhalten sie die Verschiebung von Mittel und Zweck des Produzierens aufrecht: Das Anwachsen von Geld wird zum obersten Zweck, und die Reproduktion des Lebens wird zum untergeordneten Mittel.

Die Effizienzstrategie eröffnet neue Geschäftsfelder. Es werden neue Technologien erforscht, erfunden und bereits eingesetzt. Sie dienen beispielsweise vielfach zum Ersatz fossiler Energieträger, sei es durch (immer größer werdende) Rotoren zur Gewinnung von Windenergie oder durch Smart Meters, die sogenannten intelligenten Stromzähler. Sicherlich lassen sich auch unter kapitalistischen Vorzeichen ökologisch bessere Produkte herstellen. Doch damit ist das kapitalistische Wachstumsprinzip nicht abgeschüttelt. Der Wachstumsimperativ zwingt zur Konkurrenz, zu Neuinvestitionen, damit zu erhöhtem Ressourcenverbrauch sowie zum Anwachsen der Warenmenge. Ulrich Spiesshofer, CEO des ABB-Konzerns, belegt diese Einschätzung mit wenigen nüchternen Sätzen zum Transport von Energie: „Wir haben keine Meinung dazu, wie Energie transportiert werden soll, ob mit großen Leistungen oder in kleinen Netzen mit lokaler Produktion und Speicherung. Klar ist: Das Stromsystem wird immer komplexer. Das ist gut für unser Geschäft.“

Zweitens arbeitet die effizienzgestützte Problemlösungsstrategie mit denselben Methoden, welche zu den globalen Problemen geführt haben. Es resultiert also eher eine nachsorgende Problemverschiebung als eine vorsorgende Problemlösung. So erweist sich die Effizienzstrategie als Teil des Problems. Es kommt dazu, dass viele der innovativ-effizienten Güter für den Einsatz am Ende von Problemketten geschaffen sind. Statt am Ursprung der Kette bringen sie erst an deren Ende die Innovation. Beispielsweise müsste schon längst ein neues gesellschaftliches Mobilitätskonzept entwickelt werden, statt weiterhin ökologisch teure Automobile zu produzieren.

Kein CO2-Ausstoß mehr, aber dafür 45 kg Kupfer

Das Elektroauto wird bekanntlich mit der Begründung gebaut und staatlich gefördert, dass es einen wesentlichen Beitrag zur Reduktion von CO2 leisten werde. Das ist der schon oben erwähnte eindimensionale, outputorientierte Blick auf die Emission von Schadstoffen. Man sollte jedoch den Blick ausweiten auf die diversen Inputs, die in die Produktion von Gütern eingehen. Das durchschnittliche Elektromobil trägt 45 kg Kupfer in seinem Innern. (Auch) dieses Gewicht muss bei jeder Fahrt mittransportiert werden, was den Stromverbrauch entsprechend erhöht. Und Kupfer muss zuvor aus dem Erdinneren gehoben, gereinigt, verarbeitet, transportiert werden, dies alles unter hohem Einsatz von Material und Energie.

Drittens ist die Aussage zu prüfen, dass die Effizienzstrategie den Wohlstand bewahre oder gar mehre. In der kapitalistischen Gesellschaft wird Wohlstand als privater Besitz von Geldvermögen, von Gütern und von Boden betrachtet. Es handelt sich also um einen Güterwohlstand. Dass dieser Wohlstand in unserer „reichen“ Gesellschaft beschämend ungleich verteilt ist, ist bekannt. Und dass die Schere zwischen Armen und Reichen sich immer weiter öffnet, ist durch vielerlei Untersuchungen belegt. Erstaunlich dabei ist, dass niemand aufmuckt.

Solange keine Finanzkrisen auftreten, lässt sich das durchschnittliche Niveau des Güterwohlstandes halten. Der Beitrag der Effizienzwirtschaft dazu ist durch die Wertschöpfung im Rahmen des ökonomischen Wachstums bestimmt. Doch schon hier ist kritisch zurückzufragen: Ist es denn wirklich ein Ziel, einen Güterwohlstand zu halten oder gar zu vermehren, der offensichtlich in höchstem Maße ungleich und ungerecht verteilt ist? Nach meiner Meinung handelt es sich dabei um ein Gauklerspiel. Der Wohlstand muss anders definiert werden – nicht über die Anhäufung von Geld und Kapital, sondern über die Mehrung des Wohlseins, als Seinswohlstand.

Fazit der Betrachtung: Die Effizienzstrategie erbringt zwar ökologisch sinnvolle Innovationen. Dies geschieht aber unter den kapitalistischen Rahmenbedingungen. Sie überschreitet diese nicht, sondern sie unterstützt sie mit ihrem Innovationsschub.

Ein Autoreifen aus 600 Chemikalien

Das kann mit einer Aussage von Michael Braungart unterstrichen werden. Er legt großen Wert darauf, dass Effektivität, die sich mit Werten verbindet, vor der Effizienz komme: „Wenn man das Falsche vertritt, dann macht man das nur immer perfekter falsch. Darum erst Effektivität und dann Effizienz.“ Er gibt den Autoreifen als Beispiel, der heute doppelt so lange hält wie in früheren Zeiten. Doch dieser werde mit 600 Chemikalien hergestellt. Wo früher der Gummiabrieb auf der Straße liegen blieb, dringe der heutige Abrieb als Feinstaub in die Lunge.

„Weniger“ ist angesagt. „Weniger“ heißt auch geringerer Güterwohlstand. Mit dieser Formel ist schon mal ein Gegenpol zur Effizienzperspektive ausgemacht. Das Weniger steckt im Begriff der Suffizienz schon drin, denn Suffizienz bedeutet Mäßigung, Genügsamkeit. Suffizienz setzt soziale, ökologische und wirtschaftliche Nachhaltigkeit als Ziele. Sie formt damit gleichzeitig auch einen neuen Lebensstil. Sie bricht mit dem übermäßigen, destruktiven Konsum und mit dem Wachstumsprinzip – und steht damit in Opposition zum bestehenden Wirtschaftssystem. Denn es ist innerhalb des bestehenden Gesellschaftssystems nicht zu machen, Nachhaltigkeit zu erreichen und gleichzeitig dem Wachstumsprinzip zu folgen. Das wurde schon anhand der Effizienzperspektive deutlich.

Damit ist allerdings nicht ausgeschlossen, dass Elemente von Suffizienz schon in der bestehenden Gesellschaft lebbar sind; dass also systemimmanente und systemtranszendierende Suffizienz als Entwicklungsperspektive parallel verfolgt werden kann. Denn unzweifelhaft geht das Maß, das in der „Mäßigung“ steckt, von den Menschen aus; sie sind es, die messen oder das Messen unterlassen. Das ist ja auch dort der Fall, wo wir Unmäßiges, Überfluss oder Verschwendung registrieren. Also ebendort, wo auch zeitnahe, notwendige Verzichte zu leisten sind.

Verzicht im Überfluss

So ist der Weg zur Suffizienz gespickt mit Verzichten. Denn Suffizienz nimmt Maß am heutigen Zustand des Überflusses und des ökologischen Raubbaus und führt ihn über in gemäßigte Verhältnisse. Man hat davon auszugehen, dass die reichen Gesellschaften ihren Verbrauch um 80 Prozent verringern müssen, um zu nachhaltiger Produktion und Konsumtion zu gelangen. Es ist nicht denkbar, dass eine so hohe Konsumreduktion ohne Verzicht abgeht.

Vielleicht ist es nützlich, zur Veranschaulichung nochmals einige mögliche, durchaus einschneidende Objekte des Konsumverzichts zu benennen:

  • Feriendestinationen in Übersee mit entsprechenden Flugreisen und entsprechendem CO2-Ausstoß
  • Besitz von Ferienhäusern im eigenen Land oder im Ausland mit Verdoppelung der Infrastruktur, des Energieverbrauchs, des Aufwands für Hin- und Rückreisen
  • Zweitautos für Zwei-Personen-Haushalte mit umfangreicherem Flächenbedarf für Parkplätze, erhöhtem Kraftstoffverbrauch; der (hochineffiziente) Überfluss manifestiert sich darin, dass in der Schweiz ein Auto pro Tag durchschnittlich lediglich eine Stunde fährt und dass die Hälfte der Fahrten kürzer als fünf Kilometer sind
  • starke Großautomobile (SUV) und wüstentaugliche Jeeps im Stadtverkehr; sie führen zu rasanterem Fahrstil, höherem Kraftstoffverbrauch, zu vermehrtem Stau in den Städten
  • Und nochmals verweise ich auf den hohen Fleischkonsum, der maßgeblich an der Überproduktion von CO2 beteiligt ist

Das sind alles Güter des Überflusses. Die Gegenprobe ist einfach: Denn diese und viele andere solche Güter kommen in armen Länder (ausgenommen in deren reichsten Ober- und Herrscherklassen) nicht vor. Doch darauf zu verzichten fällt schwer. In unsern reichen Erdteilen ruft der Verzicht darauf den Protest vieler hervor, insbesondere derjenigen, die unter Wohlstand lediglich den privaten Besitz von Gütern (und Werten, z. B. Aktien) verstehen und die darauf eben nicht verzichten wollen. Wenn sie überhaupt einen gesellschaftlichen Wandel unter Nachhaltigkeitsprämissen wünschen, dann eben nur einen, der ihre Besitztümer nicht tangiert, also einen Wandel, der das bestehende ökonomische System nicht verlässt.

Doch genug von den Hindernissen, die den Verzichten entgegenstehen. An dieser Stelle greife ich den Begriff des kompensatorischen Verzichts auf. Gemeint ist ein Verzicht, der zwar als Verlust empfunden werden kann, der jedoch zugleich einen Gewinn hervorbringt. In diesem Zusammenhang ist auf die „Gemeinwohlökonomie“ hinzuweisen. Diese ist ein Versuch, Suffizienz und Ökonomie perspektivisch zusammenzudenken und in die reale Wirtschaft zu implementieren. Sie will nicht mehr Geld und Kapital als höchste Ziele sehen. Vielmehr soll das Gemeinwohl an deren Stelle treten. Mit dem Wohlsein sind andere Werte verbunden als mit dem Güterwohlstand, dem Wohlhaben. Sie durchdringen das ganze gesellschaftliche Leben inklusive der Ökonomie.

Das Modell der Gemeinwohlökonomie nimmt Abschied vom Wachstumszwang. Konkurrenz der Unternehmen wird abgelöst durch Kooperation. Dadurch fallen viele Überflusskooperationen weg, Überfluss wird ausgehöhlt und fällt in sich zusammen. Auf der Seite diesbezüglicher Verzichte entstehen beispielsweise folgende Gewinne:

  • Es werden weniger sinnlose und mehr sinnvolle Produkte erzeugt
  • Die Erwerbsarbeitszeit wird zugunsten von Eigenzeit verringert
  • Dadurch entstehen neue Handlungsräume für selbstbestimmte Aktivitäten
  • Der Ressourceneinsatz und dessen Kosten werden reduziert
  • Die Qualität der Produkte, insbesondere der Nahrungsmittel, wird ansteigen
  • Die Umweltbelastung wird durch Verzicht auf umweltschädliche Produktion und Konsumtion zurückgedrängt
  • Es fallen weniger Abfall und damit verbundene Umweltverschmutzung an
  • Unternehmen werden vermehrt kooperieren, statt (mit erheblichen Aufwänden) zu konkurrieren

Verzichtsgewinne entstehen auch daraus, dass man mit andern zusammen gemeinsame Ziele definiert und verfolgt, also dass man in betriebsinterne und betriebsübergreifende solidarische Kooperationen eintritt. Die Verzichte eröffnen den Individuen und auch Organisationen neue Handlungsspielräume. Sie empfinden es als wunderbar, sich dabei – in der (Eigen-)Arbeit wie im Konsum – selbstbestimmt betätigen zu können. Gemeinsam entwickeln sie Schubkräfte, sich gegen die Verhältnisse, deren Strukturen und auch deren Exponenten zu stellen. Diese Kräfte brauchen sie, denn – das wiederhole ich illusionslos – die Gegner eines Wandels hin zu der Suffizienz verpflichteten Lebensweisen sind sehr stark.

Es bleibt festzuhalten, dass Verzichte auf Teile des Wohlhabens sich in neue Elemente des Wohlseins wandeln. Die (teilweise durchaus mühsam zu leistenden) Verzichte werden durch Gewinne an Lebensqualität kompensiert.

 

Franz Hochstrasser

Der Psychologe beschäftigt sich seit bald 30 Jahren mit dem Thema Konsumismus. Zuletzt erschienen ist vom ihm das Buch "Dem Übermaß mit Maß begegnen - Essays über Konsum, Verzicht und Genügsamkeit" (Oekom Verlag).

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